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18. Februar 2014 2 18 /02 /Februar /2014 08:37

Bernhard-Brink---Aus-dem-Leben-gegriffen.jpgAus dem Leben gegriffen, ungeschminkt und ungeschliffen heißt es im Titelsong des neuen Albums von Bernhard Brink. Das passt, denn auch der Sänger ist echt und pur. Fast möchte man sagen: Nie war er so wertvoll wie heute, denn manchmal scheint es, als leben wir in einer Zeit der „Künstlichkeiten". Das Fernsehen hat „Scripted Reality" erfunden, im Essen schmecken wir künstliche Aromen und in digitalen Welten spüren wir kaum noch das „richtige" Leben. Höchste Zeit für Musik aus der Wirklichkeit, aus dem Leben gegriffen wie alle diese neuen Brink-Lieder. Eine raue, kraftvolle Stimme wie ein Fels in der Brandung.

Ja, es gibt sie noch, die ziemlich normalen Künstler, die nicht nur sich selbst lieb haben, sondern vor allem ihr Publikum. Die Brinks dieser Welt machen Musik für Menschen. Nicht für Schlagzeilen. Und deshalb kann man sich auf sie verlassen – sie sind immer da, wenn man sie braucht. Bernhard Brink war schon da, als 1970 Andre Agassi geboren wurde. In diesem Jahr bricht er sein Jura-Studium ab, weil er Sänger werden will. Als er in Berlin seine erste Platte aufnimmt und in der ZDF-Hitparade TV-Premiere feiert, gehören Fritz Wepper, Uschi Glas und Jürgen Drews zu den angesagten Jungstars auf den BRAVO-Titelbildern. Es gibt die erste Folge „Star Trek" und im deutschen Fernsehen startet die „Sesamstraße".

Als Brink schon 10 Jahre auf der Bühne steht, wird Helmut Kohl Bundeskanzler und ABBA geht auseinander – Brink bleibt. Die Serie „Dallas" kommt nach Deutschland und ein Jahrzehnt später auch einer ihrer Stars: Audrey Landers. Bernhard Brink nimmt sie quasi in Empfang und die beiden singen ein Duett. Die Mauer fällt, Brink steht. Bill Clinton wird Präsident, Bernhard Brink ist schon 20 Jahre im Geschäft. Christo packt in Berlin den Reichstag ein. Brink wagt einen Zweitjob und wird erfolgreicher Showmaster der jährlichen MDR-Sendung „Schlager des Jahres". Stars und Sternchen, Trends und Hypes kommen und gehen. Brink bleibt wie er ist und wird immer noch besser. Er produziert 52 Alben und 100 Singles.

Im vergangenen Jahr feierte er sein 40. Bühnenjubiläum Da kommt jede Menge Leben zusammen, aus dem man sich was greifen kann, zum Beispiel 25 tolle Ehejahre mit seiner Frau Ute. Klar, dass das bei Bernhard Brink nicht ohne Folgen, also ohne einen Song bleibt: WIR SIND EIN ECHTER KLASSIKER ist ein Liebeslied für alle, die das Glück haben, sich immer wieder neu ineinander zu verlieben. Die Langzeitbeziehung zweier Menschen scheint mittlerweile nur noch eine alternative Lebensform zu sein. Aber wenn man Brink derart kraftvoll und unaufgeregt davon singen hört, spürt man, dass es sich lohnen kann, am anderen festzuhalten und festen Halt zu geben. Bernhard Brink ist so ein „Klassiker", der sich und anderen treu bleibt.

DREI KLEINE WORTE ist auf ganz andere Weise aus dem Leben gegriffen. Es soll Männer geben, die es nicht über sich bringen, ihrer Partnerin von Zeit zu Zeit drei kleine Worte ins Ohr zu flüstern. Das Problem ist jetzt gelöst: Einfach zu Bernhard Brinks drei kleinen Worten tanzen und gefühlvoll mitsingen.

Dieses listige Lied übermittelt dann ganz klar die Botschaft „Ich liebe Dich", ohne die drei Worte auszusprechen bzw. zu singen. Wer bei einer Liebeserklärung gern mehr als drei „unausgesprochene" Worte machen möchte, sollte die Ballade NUR FÜR DICH abspielen: romantisch, groß und einfach schön. Eine zu Herzen gehende, musikalisch – opulente Liebeserklärung.

 

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Published by Sternstunden der deutschen Musik - in News
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